Pressemitteilung vom 16. Juni 2016

16. Juni 2016 Pressemitteilung 17 – Ein Verzicht ist unverzichtbar

Am Donnerstag den 16. Juni 2016 gab der Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge neue Zahlen bekannt, wie viele Schutzsuchende 2016 in Hamburg erwartet werden. Wie schon lange vermutet, rechnet der Hamburger Senat seit langem mit deutlich überhöhten Zahlen, um die Notwendigkeit für den Expresswohnungsbau in Landschaftsschutzgebieten, aufrecht zu erhalten. Nur aufgrund dieser Sondersituation und mit großem Unbehagen, so wurde besonders von den Grünen argumentiert, sollte auf die Tabuflächen der Hummelsbütteler Feldmark, für Bebauung, zugegriffen werden. 

Schon seit geraumer Zahl sind die geschätzten Zahlen von 40.000 erwarteten Flüchtlingen in 2016 nicht mehr haltbar. Auch auf Druck der Verhandlungspartner der Volksinitiative „Hamburg für gute Integration“ wurde diese Zahl nun veröffentlicht. Sie wurden vom Senat auf 15.500 reduziert. 

Die Entwicklung der Zahlen, gibt der Hamburger Politik nun die Chance, zu ihrem Wort zu stehen. Wie in zahlreichen Gutachten, welche von der Stadt Hamburg und vom regierenden Senat in Auftrag gegeben wurden, gefordert. Wie im Koalitionsvertrag versprochen und wie vom Hamburger Bürgermeister persönlich dargestellt, ist der Erhalt der Landschaftsachsen wichtig für eine nachhaltige Entwicklung Hamburgs. Sie sind Hamburgs grüne Lunge. Die Frischluftachse Hummelsbütteler Feldmark ist kein Bauerwartungsland und muss für die Lebensqualität in einer wachsenden Stadt erhalten, geschützt und gestärkt werden.

Im Zuge der sinkenden Zahlen, sind die Planungen für eine Bebauung am Rehagen somit einzustellen. Geplante Gutachten für reguläre Bebauung in der Feldmark, wie von Teilen der SPD und der Grünen gewünscht, konterkarieren die Aussagen zur Wichtigkeit der Landschaftsachsen und sind nicht zu beauftragen. In Zeiten des voranschreitenden Klimawandels und der wachsenden Stadt, muss die Achsenstruktur, welche von Stadtplaner Fritz Schumacher vorausschauend entwickelt wurde, eine der tragenden Säulen sein, Hamburg für höhere Temperaturen und anwachsende Niederschläge zu wappnen.