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Pressemitteilung vom 07. April 2016

07. April 2016 Pressemitteilung Nr. 9
Der „Verein zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark“ unterstützt das Bürgerbegehren aller Bezirke gegen den Bau von Großsiedlungen für Flüchtlinge.

Am Dienstag den 5. April 2016 wurde mit Unterstützung des „Vereins zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark“ ein Bürgerbegehren im Bezirk Wandsbek angemeldet, welches zum Ziel hat Planungen und Bautätigkeiten an Großsiedlungen für Flüchtlinge zu stoppen. Ziel ist es die Politik zum Umdenken zu bewegen und nur noch Planungen voran zu treiben, bei denen nicht mehr als 60 Wohneinheiten für Schutzsuchende an einem Ort gebaut werden, die Möglichkeit guter Integration im Vordergrund steht, Eingriffe in ökologische Ressourcen minimiert werden und die Lebensqualität dieser Stadt für zukünftige Generationen erhalten bleibt.

Umgehend haben sich erneut zahlreiche Sammler von Unterschriften auf den Weg gemacht, um ihrer Stimme, gegen eine bürgerferne Flüchtlingspolitik, des Hamburger Senats, Nachdruck zu verleihen.

Die erfolgreiche Volksinitiative für gute Integration in Hamburg hat keine aufschiebende Wirkung für in Planung befindliche Bauvorhaben. Dieses würde erst nach einem erfolgreichen Volksentscheid der Fall sein. Da der Senat aber unvermindert an den Großprojekten für Flüchtlinge festhält, diese sogar forciert, ist das Bürgerbegehren nun eine Chance, Planungen vorerst zu stoppen und einen Umdenkprozess, zurück zu einer nachhaltigen Stadt- und Gesellschaftsplanung in die Wege zu leiten. Ein erfolgreiches Bürgerbegehren untersagt die Weiterführung der Planungen für sechs Monate.

Nach zahlreichen Gesprächsrunden und Verhandlungen mit Vertretern der Hamburger Politik wird immer deutlicher, dass es seit Beginn der Diskussion darum geht, die Notsituation der Schutzsuchenden und die Möglichkeiten des geänderten Baugesetzes zu nutzen, um das reguläre Wohnungsbauprogramm der Stadt zu fördern und Flächen dafür nutzen zu können, die unter normalen Umständen für den Wohnungsbau tabu waren.
Diese Möglichkeit hat in Senat, Baubehörde und bei Investoren anscheinend Begehrlichkeiten geweckt von denen nur schwer Abstand genommen werden kann und will. Die Perspektive einer leichten, wirtschaftlich lohnenden Bebauung der grünen Wiese, unter Inkaufnahme ökologischer Schäden und dem Verlust einer der wenigen Landschaftsachsen Hamburgs, hat die Politik von ihrem Koalitionsversprechen einer nachhaltigen Stadtplanung abweichen lassen.
Bei der Suche nach Unterbringungen für Flüchtlinge, wurden und werden, ökologische, soziale und integrative Umstände vernachlässigt, standen nie im Mittelpunkt und wurden nie ausreichend gefördert.

Nach wie vor, ist kein grundlegendes Umdenken des Senats und der Bezirksregierungen festzustellen. Nachweislich vorhandene Flächen für kleinteilige Bebauung werden nicht geprüft, es wird nicht transparent nach weiteren Flächen gesucht, die kleinteilig und nah an der Bevölkerung bebaut werden können und alternative Lösungen werden nicht ausreichend gefördert.

Strategie der Politik ist nun, das Thema regulärer Wohnungsbau mit dem Thema Flüchtlingskrise weiter zu vermengen, um neue Argumente für den Bau auf Tabuflächen zu sammeln. Diese ist jedoch in keiner Weise mit dem geänderten Baurecht legitimiert, hat nichts mit der Lösung einer Notsituation zu tun und ist weit von einer modernen, nachhaltigen und vorausschauenden Stadtentwicklungspolitik entfernt. Sie entspricht weder dem Wahlversprechen der regierenden Parteien, noch deren Koalitionsvertrag. Somit sind Angebote, die stur an den übereifrig gewählten Flächen festhalten und diese weiterhin als alternativlos darstellen nicht akzeptabel.

Vorstandsmitglied Steffen Haack meint abschliessend: „Die Politik sozialen und regulären Wohnungsbaus durch die kalte Küche, in Landschaftsschutzgebieten, hinter dem Rücken der Bürger, in Nacht und Nebel zu realisieren ist endgültig gescheitert. Die politische Führung dieser Stadt sollte das endlich zur Kenntnis nehmen, die Stadtplanung wieder vom Kopf auf die Füße stellen und alle Kraft und Geld in nachhaltige Lösungen investieren. Hier ist die Kreativität und Flexibilität einer modernen Gesellschaft gefragt.“

Weitere Informationen: www.feldmark.info
Kontakt: kontakt@feldmark.info / Tel. 0152 559 16 458

Vorstand:
Sabine Bartel, Dietmar Büchler, Gabriele Hofmeier, Steffen Haack, Klaus Neske, Christiane Wells
Verein zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark (i.G.)

Pressemitteilung vom 23. März 2016

23. März 2016 Pressemitteilung Nr. 8
Folgegespräch mit SPD und Grünen im Parteibüro in Poppenbüttel am 22.3.2016

Am 22. März 2016 gab es ein erneutes Treffen zwischen Befürwortern einer Bebauung der Hummelsbüttler Feldmark und deren Kritikern.
Anwesend waren auf Parteipolitischer Seite der Vorsitzende der SPD Bürgerschaftsfraktion Dr. Andreas Dressel, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bürgerschaftsfraktion der Grünen Christiane Blömeke, der Bürgerschaftsabgeordnete der SPD Dr. Tim Stoberock, die Fraktionsvorsitzende der SPD Wandsbek Anja Quast und der Fraktionsvorsitzende der Grünen Wandsbek Dennis Paustian-Döscher.
Als Kritiker der Bebauung waren drei Mitglieder des Siedlervereins, fünf Mitglieder des „Vereins zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark“ und eine Vertreterin des BUND anwesend.

Der „Verein zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark“ zieht zu diesem Gesprächstermin folgendes Fazit:
Nachdem seit November 2015 immer wieder Gespräche geführt wurden, in denen von politischer Seite lediglich Werbung für die eigene Position gemacht wurde, scheint nun eine Phase eingeleitet zu sein, in der es darum geht, einen Kompromiss zu finden, festen Wohnraum für Flüchtlinge mit dem Ziel guter Integration zu schaffen, ohne soziale Strukturen überzubelasten und ohne die Ressourcen zukünftiger Generationen dieser Stadt mehr als nötig zu zerstören.

Erstmals kam hierzu ein konkretes Angebot von Seiten der Politik.
Am Rehagen sollen nun mehr 200 Wohnungen für Flüchtlinge und 200 Wohnungen für den normalen Wohnungsmarkt gebaut werden, am Wilden Moor 200 Wohnungen für Flüchtlinge und 100 Wohnungen für den freien Wohnungsmarkt. Unklar ist, ob die Wohnungen für den freien Wohnungsmarkt aus Sozialwohnungen, oder regulären Wohnungen bestehen sollen.

Der Verein zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark machte folgenden Vorschlag, welcher das Ziel hat ausreichend Wohnungen für Flüchtlinge mit guter Perspektive Integration zu schaffen:
Es liegt eine Liste der Wandsbeker Bezirksregierung aus dem September 2015 vor, in der 38 Flächen im Bezirk Wandsbek enthalten sind. Diese wurden bisher lediglich auf eine Bebaubarkeit mit Großsiedlungen beurteilt, mit dem Ergebnis, dass es unerlässlich sei in der Hummelsbütteler Feldmark großflächig zu bauen. Um aber eine städteplanerisch und sozial verträgliche Lösung für den Expresswohnungsbau zu finden, sollten diese Flächen hinsichtlich einer Bebauung von
max. 60 Wohneinheiten pro Baufläche erneut beurteilt werden. Zahlreiche Flächen bieten gute Voraussetzungen hierfür und könnten zu der, von der Gesellschaft geforderten Kleinteiligkeit und Verteilung beitragen. Erst im Anschluss an diese Neubewertung kann von Seiten der Kritiker beurteilt werden, ob auf eine Bebauung in der nördlichen Landschaftsachse Hamburgs nicht gänzlich verzichtet werden kann. Sollte eine Bebauung im Landschaftsschutzgebiet unvermeidlich sein, so ist ein Konzept zu entwickeln, wie der Eingriff möglichst behutsam gemacht werden kann und wie eine weitere Bebauung der Feldmark für die Zukunft ausgeschlossen werden kann. Dieses Vorgehen würde Transparenz schaffen, eine Verteilung über viele Stadtteile gewährleisten und die Perspektive Integration wesentlich verbessern. Somit würde eine belastbare Basis für weitere Schritte geschaffen.
Da es laut Aussage der Politik vorrangiges Ziel ist schnell guten Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen, wird die Ergänzung der Expressbauten durch reguläre Wohnungen auf sensiblen Flächen sehr kritisch gesehen, da, wie schon lange befürchtet, hier unter dem Deckmantel der Flüchtlingskrise regulärer Wohnungsbau betrieben wird. Dies ist nicht gewünscht. Um die Eingriffe in die Natur geringstmöglich zu halten, ist die Politik aufgefordert, die Expressbauvorhaben in Dimension und Lage so zu gestalten, dass Sie an vorhandene Bebauung angeschlossen werden und eine Ergänzung mit regulären Wohnungen zwecks Durchmischung nicht notwendig ist.

Von politischer Seite ist eine Prüfung der 38 Flächen auf eine Bebaubarkeit mit
maximal 60 Wohneinheiten nicht zugesichert worden. Zum gestrigen Zeitpunkt konnte oder wollte nicht beurteilt werden, ob für eine entsprechende Prüfung der Wille, die personellen und die zeitlichen Ressourcen zur Verfügung stehen oder bereitgestellt werden können. Um weitere konstruktive Gespräche vorzubereiten zu können, wurde vom „Verein zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark“ eine Aussage, bis zum 30.3.2016 erbeten, ob es zu einer erneuten Bewertung der 38 Flächen kommen wird. Auch hierzu wollte oder konnte sich die politische Seite nicht festlegen. Wir äußern diesen Wunsch hiermit erneut und denken, dass so eine Basis für fruchtbare weitere Gespräche gelegt werden kann.
Am 18.4.2016 sollen weitere Verhandlungen stattfinden.

Weitere Informationen: www.feldmark.info
Kontakt: kontakt@feldmark.info / Tel. 0152 559 16 458

Vorstand:
Sabine Bartel, Dietmar Büchler, Gabriele Hofmeier, Steffen Haack, Klaus Neske, Christiane Wells
Verein zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark (i.G.)

Pressemitteilung vom 21. März 2016

21. März 2016 Pressemitteilung Nr. 7
Nach fast drei Monaten des Verschleierns liefert der Bezirk eine Liste mit Auswahlflächen für den Expresswohnungsbau für Flüchtlinge, welche schon seit September 2015 bestehen soll.

Am Sonntag den 13. März 2016 hat der „Verein zum Erhalt der Hummelsbüttler Feldmark“ eine von ihm, seit Januar 2016, geforderte Liste erhalten. Diese Liste ist laut Datum in der Kopfzeile im September 2015 erstellt worden und enthält 38 zur Diskussion stehende Flächen des Bezirks Wandsbek. Die letzte Bearbeitung fand am 12. März 2016 um 23.37h statt.

Im September 2015 hat der Senat die Bezirke aufgefordert Flächen zu nennen, welche für den Expresswohnungsbau geeignet sind. Laut Wandsbeker Bezirksregierung, enthält die Liste alle Flächen, welche zu damaliger Zeit in Frage kamen und entsprechende Auswahlkriterien.

Der „Verein zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark“ nimmt wie folgt zu dieser Liste Stellung:
Trotz der intransparenten Erstellung der Liste, welche seit September 2015 bestehen soll, deren Aushändigung, wegen dubioser Gründe und Verzögerungen, aber fast drei Monate brauchte, beantwortet die Zusammenstellung der Flächen wesentliche Fragen für den Expresswohnungsbau für Flüchtlinge.
1. Die bestmögliche Integration der ankommenden Menschen und eine möglichst dezentrale kleinteilige Lösung war nie Ziel der Überlegungen.
2. Das Ziel der Flächensuche war, große Flächen zu wählen, auf der Großsiedlungen geplant werden können, welche Potential zur Erweiterung bieten.
3. Der Bezirk hat versäumt, oder den Aufwand gescheut, viele weitere Flächen in Wandsbek zu prüfen. Dieses hätte ab einer Größe von einem Hektar geschehen müssen und viele weitere Alternativen geboten.
4. Abwägungskriterien wurden willkürlich auf die Flächen bezogen, mit dem Ziel große Flächen am Rand des Bezirks zu wählen und die Wahl in der Hummelsbütteler Feldmark zu rechtfertigen.
5. Die Notwendigkeit Großsiedlungen zu planen hat nie bestanden.
6. Es ist anhand dieser Liste möglich die vom Senat geforderten 800 Wohnungen auf viele Standorte zu verteilen. Diese bieten die Möglichkeit Unterbringungen dezentral, in Größen bis maximal 60 Wohneinheiten für ca. 300 Personen, ökologisch sinnvoll, infrastrukturell gut angebunden und ohne das Risiko sozialer Brennpunkte zu erstellen.

Nach Auswertung der vom Bezirk zur Verfügung gestellten Liste und in der Annahme, dass zahlreiche Flächen über einen Hektar Größe nicht geprüft wurden, fordert „Der Verein zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark“ den ersten Bürgermeister Olaf Scholz und seinen Senat auf:

• Hören Sie auf die Flüchtlingskrise für ihr Wohnungsbauprogramm zu instrumentalisieren, kehren sie zu einem nachhaltigen Wohnungsbau zurück.

Wir fordern die Fraktionsvorsitzenden Dr. Dressel und Dr. Tjarks und die Hamburger Bürgerschaft auf:
• Unterstützen Sie die Bezirke bei einer dezentralen Lösungssuche, statt den einfachsten Weg zu gehen und weiter gegen die Forderung der Gesellschaft zu regieren.

Wir fordern die Wandsbeker Bezirksregierung auf:
Herr Ritzenhoff, Frau Quast, Herr Paustian-Döscher, Herr Schünemann, Herr Schweim, bringen Sie einen Politikwechsel auf den Weg:
• Nehmen Sie die Stimme der Bürger ernst, welche in wenigen Tagen weit über 26.000 Stimmen gegen Großsiedlungen gesammelt hat und ihnen einen klaren Auftrag gegeben hat.
• Hören Sie auf die Gesellschaft zu spalten.
• Nutzen Sie den Spielraum, den sinkende Flüchtlingszahlen bieten, um Zeit für eine nachhaltige Planung zu gewinnen.
• Stoppen Sie die Vorbereitungen zur Bebauung des Flurstücks 21.
• Stoppen Sie die Vorbereitungen zur Bebauung der Fläche am Rehagen und stoppen Sie die Verhandlungen mit dem Besitzer der Fläche Rehagen am Ring 3.
• Stoppen Sie die Verhandlungen mit den Investoren Frank Otto und der Firma Otto Wulff.
• Bilden Sie einen runden Tisch mit den Beteiligten der Verwaltung, den Umweltverbänden und unserer Initiative, um an einer vorausschauenden, integrativen Lösung des Unterbringungsproblems zu arbeiten. Im Zuge der Kommunikation ist zu klären, welche Multiplikatoren am weiteren Verfahren von Wichtigkeit sind und beteiligt werden müssen.
• Akzeptieren Sie das Ziel von max. 60 Wohneinheiten an einem Ort, verteilt über die Stadtteile als unumgänglich da.
• Bündeln Sie alle Kräfte der Gesellschaft, um dieses Ziel zu erreichen, leiten Sie einen Prozess ein, der die Lösungssuche transparent, nachvollziehbar und verständlich macht und zum ersten Mal die Integration an erste Stelle ihrer Überlegungen stellt.
• Fordern Sie andere Bezirke auf es ihnen gleich zu tun, denn Großsiedlungen belegt nur mit Flüchtlingen sind an jedem Ort der Stadt falsch!

Weitere Informationen: www.feldmark.info
Kontakt: kontakt@feldmark.info / Tel. 0152 559 16 458

Vorstand:
Sabine Bartel, Dietmar Büchler, Gabriele Hofmeier, Steffen Haack, Klaus Neske, Christiane Wells
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16. März 2016 Pressemitteilung Nr. 6

    1. März 2016 Pressemitteilung Nr. 6

    Die nördliche Frischluftachse Hamburgs

    Politik des Hamburger Senats 2015/2016 – Chronologie eine Politikums

    • Im April 2015 unterschreibt die rot-grüne Koalition ihren Koalitionsvertrag. Wesentlicher Bestandteil ist die Stadtentwicklung. Innenverdichtung hat Vorrang vor Außenverdichtung, auf den Klimawandel muss mit vorausschauender Stadtplanung reagiert werden, Landschaftsachsen, wie die Hummelsbütteler Feldmark sind keine Wohnungsbauflächen.
    • September 2015. Der Senat verfolgt nur noch eine Strategie: Expresswohnungsbau in Großsiedlungen. Alternativen werden nicht verfolgt. Das geänderte Bundesbaugesetz § 246 wird extrem gedehnt. Obwohl es eigentlich nur dafür geschaffen wurde eine temporäre Notsituation der Flüchtlinge zu mildern, nutzt der Senat es faktisch für sozialen Wohnungsbau auf Flächen, die dafür nicht geeignet sind. So wird die Bürgerbeteiligung, die ein reguläres Bebauungsplanverfahren vorsieht, ausgehebelt.
    • Um schnell Fakten schaffen zu können und den Anwohnern geplanter Baugebiete kaum Möglichkeiten zu geben, reagieren zu können, ändert der Hamburger Senat das Hamburger Baurecht am 17.2.2016, um ohne die Bearbeitung und Genehmigung des Bauantrags mit den Bautätigkeiten beginnen zu können.
    • Unter dubiosen Umständen werden die seit 80 Jahren geschützten Flächen Flurstück 21 und Rehagen für den Expresswohnungsbau ausgewählt. Es wird nicht dargestellt, welche Flächen zur Auswahl standen, welche Kriterien abgewogen wurden und wie der Entscheidungsprozess stattfand. Auf mehrmalige Nachfrage wurde schriftlich geantwortet: „Dazu gibt es keine Aktenvermerke.“ Seit dem 30.01.2016 wird laut Aussage SPD an einer Liste gearbeitet um die Auswahl nachvollziehbar zu machen. Erst nach zweieinhalb Monaten wird eine Liste ausgehändigt, welche angeblich schon im September 2015 erstellt wurde.
    • Ohne öffentliches Vergabeverfahren wird der Bau von 300 Expresswohnungen für Flüchtlinge vom Bezirk an den Investor Frank Otto vergeben. Dieser ist ein alter Bekannter von unserem ersten Bürgermeister Olaf Scholz.
    • Partner von Investor Frank Otto für das Bauvorhaben an der Glashütter Landstraße/ Wildes Moor ist die Firma Otto Wulff, diese hat gerade in einem mehr als dubiosen Wettbewerbsverfahren die denkmalgeschützten Cityhochhäuser erworben und darf diese trotz Denkmalschutz abreißen.
    • Um jedes Risiko vom Investor fern zu halten, bürgt die Stadt Hamburg für die Kredite, welche der Investor für die Zerstörung der für Hamburg wichtigen Frischluftachse benötigt.
    • Um das Bauprojekt noch rentabler zu machen, darf der Investor noch 300 zusätzliche frei vermietbare Wohnungen in das seit über 80 Jahren bestehende Landschaftsschutzgebiet bauen.
    • Auf dem Baufeld am Rehagen, im südlichen Teil der Hummelsbütteler Feldmark, bekommt die SAGA GWG den Auftrag 386 Expresswohnungen zu bauen und so die Klimaachse zu verschließen. Aufsichtsratsvorsitzende der SAGA GWG: Hamburgs Bausenatorin Dr. Dorothee Stapelfeld.
    • Der Nabu und der BUND lehnen die Bebauung der Hummelsbütteler Feldmark ab und halten diese für verheerend für das Stadtklima.
    • Um eine Umweltverträglichkeitsprüfung zu umgehen, werden für die Wohnungen zunächst keine Parkplätze geplant. Somit wird versucht die versiegelte Fläche unter 2ha zu drücken, um den Schaden an der Umwelt nicht prüfen zu müssen. Parkplätze sollen später nachgerüstet werden, wenn die Natur und die Klimaachse bereits zerstört ist.
    • Ein SPD Bürgerschaftsabgeordneter aus Hummelsbüttel ruft verschiedene Vereinsmitglieder wiederholt zum Protest gegen den Senat auf. Fordert den Druck gegen den Senat hoch zu halten und versorgt die Vereinsmitglieder mit Emailadressen von Verantwortlichen im Zusammenhang mit der Bebauung. Er scheint den Schulterschluss zu suchen, um die Gunst der Wähler nicht gänzlich zu verlieren. Genau dieser Abgeordnete unterstützt die Politik des Senats aber in der Bürgerschaft und treibt sie mit voran. Ein Spagat der schmerzhaft sein muss!
    • Der BUND kündigt an, die Stadt wegen seiner hohen Luftbelastung zu verklagen. Reaktion der Stadt: Die Planungen, die nördliche Klimaachse, welche maßgeblich zum Luftaustausch in der Innenstadt beiträgt, werden unbeirrt weitergeführt.
    • Februar/März 2016. Alleine Hummelsbüttel sammelt über 7.800 Stimmen für die Volksinitiative und bezieht klar Position gegen die Großsiedlungen. Die erfolgreichste Volksinitiative aller Zeiten. Der Bezirk Wandsbek reagiert mit Beschleunigung des Bebauungsverfahrens und schickt in einer Nacht- und Nebelaktion die Bauanträge raus, obwohl noch nicht einmal abschließend geklärt ist, was eigentlich gebaut werden soll.
    • März 2016: Die Stadt Hamburg stellt ein Flächensuchprogramm, welches noch in der Erprobungsphase ist, vor. Der Senat versucht damit seine Pflicht, Unterkünfte zu schaffen, die Integration ermöglichen, zu umgehen und den Bürgern diese Aufgabe zukommen zu lassen. Völlig vernachlässigt und ignoriert von SPD und Grünen wird nach wie vor, dass nicht nur Flächen, sondern Lösungen gesucht werden müssen. Weiterhin werden Alternativen, wenn überhaupt, nicht ausreichend gefördert.
    • März 2016: Ein dreitägiger Workshop zum Thema Ankunftsstadt Hamburg endet. Im Verlauf des Workshops werden auch die Expressbauten im städtebaulichen Kontext beurteilt. Resultat: Es gibt zwei Flächen, welche mit „Null Perspektive“ beurteilt wurden. Dabei handelt es sich um beide Flächen in der Feldmark. Nicht eingehend wurden die ökologischen Folgen betrachtet, welche die Einschätzung weiter verschlechtert hätten.
    • März 2016: Weiterhin täuschen insbesondere die Fraktionschefs Dr. Andreas Dressel und Anjes Tiarks konstruktive Gespräche vor, diese verlaufen im Kern ergebnislos. Ziel der Regierungsparteien ist lediglich Zeit zu gewinnen, um Fakten zu schaffen.
    • März 2016: Während sich von SPD und Grünen immer wieder für die Dialogbereitschaft des Vereins zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark bedankt wird, werden weiter Fakten geschaffen. Eine Auswertung der Bürgerbeteiligung bei der Öffentlichen Plandiskussion zum Flurstück 21 soll augenscheinlich vermieden werden, diese spielt anscheinend keine Rolle. Statt dessen sind eilig die Bauanträge für die Fläche am Wilden Moor verschickt worden. Der Einstieg in einen echten Dialog wird verhindert, die Gräben zwischen Politik und Wählern vertiefen sich weiter.

     

    Weitere Informationen: www.feldmark.info

    Kontakt: kontakt@feldmark.info / Tel. 0152 559 16 458

     

    Vorstand:

    Sabine Bartel, Dietmar Büchler, Gabriele Hofmeier, Steffen Haack, Klaus Neske, Christiane Wells

    Verein zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark (i.G.)