1. Februar 2016 Pressemitteilung Nr. 2

Teilnahme des Vereins an Gesprächen des Dachverbandes IFI mit den Fraktionsvorsitzenden
Dr. Andreas Dressel (SPD) und Dr. Anjes Tiarks (Bündnis 90- Die Grünen)

Am 18. Februar um 19.30 Uhr fand im Rathaus ein Treffen statt, mit den Initiativen, die unter dem Dachverband IFI („Initiativen für erfolgreiche Integration Hamburg“) organisiert sind und führenden Politikern von SPD und Grünen. Zu Beginn des Gesprächs wurde vereinbart, dass nun ein offener Dialog auf Augenhöhe starten soll, an dessen Ende eine Verbesserung der Flüchtlingsunterbringung stehen soll. Erneut wiesen die Initiativen darauf hin, dass unter dem jetzigen Konzept des Senats keine gelungene Integration möglich ist und dass bisher der politische Wille fehle, eine kleinteilige Lösung der Unterbringungen, verteilt über alle Stadtteile, zu fördern. Auch eine rasch gewünschte Durchmischung nach wenigen Jahren wurde erneut als unrealistisch dargestellt, da diese in der Realität nicht funktionieren wird. Auch das immer wieder gepriesene „25 Punkte-Paket für eine gelungene Integration vor Ort“ der Regierungsfraktionen wird daran nichts ändern.

Die Politiker konnten der Argumentation in Zügen folgen und sehen die ungleiche Verteilung über die Stadtteile ebenfalls kritisch. Zurzeit gibt es 45 Stadtteile, welche zu den vom Senat gewünschten 80.000 Unterbringungsplätzen bis zum Ende des Jahres gar keinen Beitrag leisten.

Als Ergebnis des Gesprächs formulierten die Teilnehmer folgende Ziele für ein Folgegespräch am
1. März 2016:

– Alle Stadtteile sollten in die Verantwortung genommen werden, um die Last der Unterbringung der Schutzsuchenden  besser zu verteilen.

– Es gibt die Bereitschaft, die Hindernisse für kleinteiligere Unterbringungen aus dem Weg zu räumen.

–   Die Hamburger Regierung und Verwaltung entwickelt Parameter, unter denen eine transparente und kleinteiligere        Flächensuche für Wohnraum für Flüchtlinge auf Stadtteilebene möglich gemacht werden soll, unter der Beteiligung der Bürger, dem „Know-How“ der Stadtteile, aller Funktionsträger und der Initiativen.

Die Initiativen wiesen erneut darauf hin, dass die Planungen an den Großsiedlungen, zu Gunsten kleinteiligerer, sozialerer und ökologischerer Konzepte, eingestellt werden müssen. Der politische Wille muss dafür ausgeprägt werden und alle gesellschaftlichen Kräfte und finanziellen Mittel müssen dafür verwandt werden. Die Flüchtlingskrise darf nicht instrumentalisiert werden, um sozialen Wohnungsbau zu realisieren.

Weitere Informationen: www.feldmark.info Kontakt: kontakt@feldmark.info,

Tel. 015255916458

Vorstand:

Sabine Bartel, Dietmar Büchler, Gabriele Hofmeier, Steffen Haack, Klaus Neske, Christiane Wells

Verein zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark (i.G.)