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Geplante Mountainbike-Strecke

Geplante Mountainbike-Strecke am Hummelsbüttler Müllberg – Chancen und Bedenken

Hintergrund

Die Stadt Hamburg plant im Rahmen der Olympiavorbereitung eine Mountainbikestrecke am und um den Hummelsbüttler Müllberg, Ziel ist ein Rundkurs am Hummelsee, dieser soll auch nach Olympia erhalten bleiben. Ursprünglich sollte die Strecke in den Harburger Bergen gebaut werden, aber die Naturschutzverbände, insbesondere der NABU, haben sich für die Standortwahl Hummelsbüttler Feldmark ausgesprochen. Der Hummelsbüttler Müllberg liegt nicht im Landschaftsschutzgebiet, aber es grenzen Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiete an den Müllberg.

 

Das Gebiet ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, das zu einer vielfältigen Nutzung einlädt. Unser Verein hat sich schon mehrfach dafür ausgesprochen es aufzuwerten d.h., dass mehr Müllbehälter und Toiletten aufgestellt werden, was besonders im Sommer sinnvoll wäre. Aber die starke freizeitliche Nutzung übt auch einen großen Druck auf die Natur und die Wildtiere in diesem Gebiet aus. So kämpfen wir immer wieder gegen die starke Vermüllung des Müllbergs, Hummelssees und die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen. Leider ist der Müllberg auch zur Partymeile geworden, mit einer großen Lärmbelastung für die Natur und die Bewohner rund um das Gelände.

 

Nun soll eine Mountainbikestrecke gebaut werden. Die Fakten dazu kann man, soweit schon detailliert vorhanden, dem Olympiakonzept der Stadt Hamburg und der kleinen Senatsanfrage der CDU (Drucksache 23/3485) vom 18.03.2026 entnehmen. Der Rundkurs soll laut Olympia-Konzept der Stadt Hamburg ca. 4–6 km lang sein und eine Höhendifferenz von rund 3% aufweisen. Ein Cross-Country-Rennen umfasst typischerweise verschiedene Geländetypen (Straßen, Felder, Wald- bzw. Naturwege, Schotter) mit mehreren Steigungen und Gefällen. In der Antwort der kleinen Senatsanfrage heißt es: „Der Standort Hummelsbüttel mit dem Hummelberg zeichnet sich hingegen als kompakte und zuschauerfreundliche Alternative, insbesondere bei starkem Fokus auf Stadioncharakter und Medienverdichtung, aus.“. Planer sprechen von einer Kapazität von ca. 2.100 Sitzplätzen und ca. 5.000 Stehplätzen entlang des Kurses. Gleichzeitig soll der Charakter als öffentliche Naherholungsfläche bewahrt bleiben. Die temporären Kosten für die Mountainbikestrecke werden 5.320.000 € betragen. (Quellen: Olympiakonzept der Stadt Hamburg/Kleine Senatsanfrage der CDU (Drucksache 23/3485, 18.03.2026) / WB Mountainbike (04/2025) für allgemeine Beschreibungen zu Streckentypen).

 

Unsere Sorgen sind, dass ein so kleines Naturgebiet, wie die Hummelsbüttler Feldmark nicht noch mehr Menschen und Aktivitäten aufnehmen kann, ohne an ihre Belastungsgrenzen zu kommen. Der Müllberg hat bereits durch Freizeitaktivitäten eine hohe Nutzung, mit entsprechenden Auswirkungen auf Flora und Fauna. Zu vermuten ist, dass auch nach Olympia regelmäßige, vielleicht auch internationale Veranstaltungen dort stattfinden werden.

 

Der Verein fordert :

• Eine echte Bürgerbeteiligung, d.h. Einbeziehen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Beteiligung der örtlichen Naturschutzvereine (Loki-Schmidt-Stiftung und der Verein zur Erhaltung der Hummelsbüttler Feldmark), zu möglichen Alternativrouten, bei der Ausgestaltung der Mountainbikestrecke, sowie transparente Informationen zu Planung und Kosten.

• Informationen zur geplanten Bebauung wie: Stadionscharakter, Tribünen, Toiletten, Gastronomie (Lebensmittelstände).

• Prüfung von Maßnahmen zur Minimierung ökologischer Belastungen (Lärm, Verkehr, Müllmanagement) und zur Wahrung des Schutzstatus der umliegenden Gebiete. Die Eingriffe und deren Folgen müssen für die Natur und die dort lebenden Wildtiere bedacht und so klein wie möglich gehalten werden.

• Wahrung der bisherigen freizeitlichen Nutzung.

 

Fazit

Die Debatte um Standort, Umfang und Betriebsweise der Strecke ist eng mit Naturschutz, Verkehr, Lärmschutz und Bürgerbeteiligung verknüpft.